Krankenstand im Winter senken: 7 Maßnahmen für Arbeitgeber
Erkältungswelle im Anmarsch? So senkst du als Arbeitgeber den Krankenstand im Winter – mit Prävention, klaren Regeln und steuerfreier Gesundheitsförderung.
19,5 Tage. So lange fielen Beschäftigte in Deutschland 2025 im Schnitt krankheitsbedingt aus, zeigt eine Auswertung der DAK-Gesundheit. Das sind knapp drei Wochen pro Person. Ganz vorne liegen Erkältungen und andere Atemwegsinfekte, und die haben jetzt im Winter Hochsaison. Direkt dahinter folgen übrigens bereits psychische Erkrankungen.
Vorweg das Wichtigste: Wer krank ist, gehört ins Bett und nicht ins Büro. Krankmeldungen sind nichts, wofür sich jemand rechtfertigen muss. Trotzdem lohnt es sich, hinzuschauen, denn hohe Ausfälle treffen am Ende alle: verschobene Projekte, mehr Arbeit für die, die gerade gesund sind. Die BAuA schätzt den Produktionsausfall durch Arbeitsunfähigkeit für 2024 auf 134 Milliarden Euro.
Als Arbeitgeber kannst du einiges dazu beitragen, dass dein Team gesund bleibt – und dass, wer krank ist, sich in Ruhe auskurieren kann. Hier sind sieben Maßnahmen, die wirklich etwas bringen.
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Diese 3 Maßnahmen sind sofort umsetzbar für die Erkältungssaison:
1. Impfangebot direkt im Betrieb
Die Grippeimpfung ist einer der einfachsten Hebel. Viele Beschäftigte wollen sich eigentlich impfen lassen, schaffen den Arzttermin aber nicht. Organisiere über deine Betriebsärztin oder deinen Betriebsarzt einen freiwilligen Impftag während der Arbeitszeit und vor Allem ohne Aufwand für dein Team.
2. Hygiene, die man nicht erklären muss
Desinfektionsspender an Eingängen und in der Küche, regelmäßiges Lüften in Besprechungsräumen, Taschentücher in Reichweite. Klingt banal, wirkt aber: Wer es leicht macht, muss nicht an Disziplin appellieren.
3. Eine klare Regel für „leicht erkältet“
Der größte Ansteckungstreiber im Winter ist die Kollegin, die „nur ein bisschen Schnupfen“ hat und trotzdem ins Büro kommt. Formuliere eine klare Regel: Wer erkältet, aber arbeitsfähig ist, arbeitet von zu Hause, wenn die Tätigkeit es zulässt. Wer krank ist, bleibt komplett offline.
Wichtig: Die Regel sollte von Führungskräften vorgelebt werden, sonst bleibt sie nur Papier.
Mittelfristig: Gesundheit als Teil der Arbeitskultur
4. Betriebliche Gesundheitsförderung – bis zu 600 € steuerfrei
Wer langfristig weniger Ausfälle will, muss über den Winter hinaus denken. Der Gesetzgeber hilft dabei: Nach § 3 Nr. 34 EStG kannst du pro Mitarbeitendem und Jahr bis zu 600 € für Gesundheitsförderung steuer- und sozialversicherungsfrei investieren.
Die wichtigsten Bedingungen:
- Die Leistung kommt zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Gehalt.
- Es handelt sich um zertifizierte Präventionskurse oder Maßnahmen, die den Kriterien der Krankenkassen entsprechen – etwa Rückenkurse, Stressbewältigung, Bewegungs- oder Ernährungsangebote.
- Nicht begünstigt sind reine Mitgliedsbeiträge fürs Fitnessstudio oder den Sportverein.
Kläre die Details am besten kurz mit deinem Lohnbüro oder deiner Steuerberatung.
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5. Bewegung in den Alltag holen
Nicht jede Maßnahme muss ein Kurs sein. Ein Fahrrad-Leasing, eine Lauf-Challenge im Team oder „Walking Meetings“ bei Einzelgesprächen senken die Hürde.
Und was viele unterschätzen: Ob jemand sich neue Laufschuhe kauft, einen Yogakurs bucht oder sich ein Wellness-Wochenende gönnt, ist oft auch eine Preisfrage. Mit Benefits.me z.B. bekommt dein Team Rabatte auf Sportausrüstung, Wellness und Gesundheitsprodukte.
6. Psychische Gesundheit im Winter ernst nehmen
Kurze Tage, wenig Licht, Jahresendstress: Der Winter ist auch für die Psyche eine Belastung. Und psychische Erkrankungen sind laut DAK inzwischen die zweithäufigste Ursache für Fehltage. Was helfen kann:
- Arbeitslast im Blick behalten: Gerade im Q4 stapeln sich Deadlines. Priorisiert gemeinsam, was wirklich bis Jahresende fertig sein muss.
- Tageslicht ermöglichen: Flexible Mittagspausen, damit Mitarbeitende auch mal bei Helligkeit rauskommen.
- Niedrigschwellige Hilfe anbieten: Zum Beispiel eine externe, anonyme Mitarbeiterberatung (EAP) oder geschulte Ansprechpersonen im Team.
- Offen darüber reden: Wenn Führungskräfte zeigen, dass auch sie mal einen schlechten Tag haben, sinkt die Hemmschwelle.
7. Typische Fehler vermeiden
Manche gut gemeinten Ideen bewirken das Gegenteil:
- Anwesenheitsprämien: Wer für „null Fehltage“ belohnt, motiviert Leute, krank zur Arbeit zu kommen. Das nennt sich Präsentismus – und steckt im Zweifel das ganze Team an.
- Kontrolle statt Vertrauen: Krankmeldungen öffentlich zu thematisieren oder zu hinterfragen, schadet dem Klima mehr, als es Fehltage spart.
- Einmal-Aktionen: Ein Obstkorb im Januar ist nett, verändert aber nichts. Wirksam ist, was regelmäßig und für alle zugänglich ist.
- Nicht kommunizieren: Das beste Angebot bringt nichts, wenn niemand davon weiß. Erinnere regelmäßig daran, was es gibt und wie man es nutzt.
Fazit: Prävention schlägt Kontrolle
Die Erkältungswelle kannst du nicht verhindern, aber du kannst sie abfedern. Kurzfristig helfen Impfangebote, Hygiene und eine klare Regel für „leicht erkältet“. Langfristig zahlt sich aus, wenn Gesundheit selbstverständlicher Teil eurer Arbeitskultur ist – mit Angeboten, die Mitarbeitende im Alltag wirklich nutzen.
Gesundheit als Benefit – ohne Mehraufwand für HR:
Mit Benefits.me bekommen deine Mitarbeitenden Zugriff auf Rabatte für Sport, Wellness und Gesundheit – zusätzlich zu vielen weiteren Angeboten. Die Einrichtung dauert nur wenige Minuten.
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